Jarl Blorek Tikei
Blorek, der Jarl – Gründer, Führer, Gode der Vagabunden
Sein weltlicher Name ist Volker Brauer, doch in unseren Reihen kennt man ihn nur als Blorek, den Jarl – den ersten unter Gleichen, den Hüter des Feuers, den Träger der Verantwortung, den, der steht, wenn andere noch zögern.
Als Gründungsmitglied und Vorsitzender der Vagabunden Renis ist er mehr als nur ein Name auf Pergament – er ist das Rückgrat, der Puls, die lebendige Flamme dieser Gemeinschaft.
Mit markantem Blick, kräftiger Stimme und einer Präsenz, die Räume füllt, führt Blorek die Vagabunden mit fester, aber nie starrer Hand. Er ist ein Mann der Gesellschaft, ein Förderer der Freundschaft, ein Gastgeber aus tiefstem Herzen.
Sein Garten? Ein Ort der Zusammenkunft. Ein Lager im Kleinen, wo Met fließt, Lachen hallt und Gemeinschaft lebendig wird. Wo Geschichten geboren, Pläne geschmiedet und Ideen verwirklicht werden – mit einem Krug Bier in der Hand und dem Auge eines Strategen im Herzen.
Als Organisator unserer Feste und Lager ist es Blorek, der die Zügel in der Hand hält. Von der ersten Kiste bis zum letzten Pflock – seine Vision formt das Lager. Doch wer glaubt, ihn mit Kochlöffel oder Spülschwamm zu erwischen, wird lange suchen.
Der Jarl koordiniert – er kommandiert nicht. Er genießt die Gesellschaft seiner Gefährten, steht im Gespräch, sitzt im Zuber, lacht mit Gästen und hört zu. Denn seine größte Stärke ist nicht die Lautstärke, sondern die Fähigkeit, Menschen zu einen.
Doch wehe, wer ihn unterschätzt:
Blorek ist nicht nur Wortführer – er ist auch Kämpfer.
Bei Spielen und Wettstreiten – selbst in den Disziplinen des vollen Kontakts – wirft er sich mit Kraft und Entschlossenheit ins Feld.
Wenn der Schildwall ruft, steht der Jarl in der ersten Reihe.
Und dann gibt es jene Momente, wenn die Feste leiser werden, wenn das Feuer tiefer brennt und die Herzen stiller schlagen:
Dann wird Blorek zum Gode.
Mit der Würde eines Alten und dem Blick eines Wissenden tritt er in den Ritualkreis. Seine Stimme trägt die Worte der Ahnen, seine Hände führen die Zeichen. Ob zu Jul, zu Midsommar oder wenn das Jahr sich neigt – Blorek führt uns in das Heilige, das Stille, das Ewige.
Unser Jarl Blorek ist mehr als nur Anführer –
er ist der, der uns zusammenhält.
Er ist das Schiff, das durch Sturm segelt.
Er ist der Hammerschlag, aus dem dieses Gefüge geschmiedet wurde.
Und mögen die Jahre auch weiterziehen – sein Platz unter den Vagabunden ist unerschütterlich.
Völva Alva
Alva die Völva – Hüterin der Ordnung, Stimme der Götter
Manche Gestalten drängen sich ins Licht, laut, lärmend, mit Hammer oder Humpen in der Hand. Alva ist nicht so. Sie steht nicht vorne auf dem Schildwall – sie hält ihn von hinten zusammen. Seit Anbeginn an der Seite der Vagabunden Renis ist sie das, was man mit großen Worten kaum trifft: unverzichtbar.
Im bürgerlichen Leben hört sie auf den Namen Eva Brauer, doch unter uns wandelt sie als Völva Alva – die Stille mit dem Überblick, die Suchende, die alles wiederfindet, und die Wissende, wenn keiner mehr weiß, wie’s weitergeht. Während der Jarl den Sturm reitet, ist es Alva, die ihm den Rücken frei hält, die Pläne mitdenkt, Termine sortiert und Listen führt, deren Umfang selbst die Ahnen ehrfürchtig nicken ließe.
Wenn im Lager etwas fehlt – sei es ein Messer, ein Kind oder die letzte Packung Kräutersalz – fragt man nicht lange: man geht zu Alva. Sie weiß es. Sie weiß es immer.
Mit Hingabe kümmert sie sich um Thorben und Runa, unsere zwei jüngsten Lichtblicke, und lehrt sie nicht nur den Alltag im Lager, sondern auch die leisen Pfade zwischen Feuer, Sitte und Schicksal. Denn wenn es Zeit ist, den Göttern zu huldigen, tritt Alva vor. Dann werden ihre Worte zu Runen, ihre Hände zu Zeichen, und aus Rauch und Flamme wird Segnung. Ihre Rituale geben unserem Lager Halt, Richtung – und manchmal auch eine Gänsehaut.
Im Alltag ist sie überall da, wo Hilfe gebraucht wird. Ob beim Kochen, Planen, Pflasterkleben oder Streitschlichten – Alva ist da, bevor man sie ruft. Und wenn sie in den Kessel greift und neue Kochkreationen ausprobiert, dann weiß man nie, ob man danach satt, beseelt oder überrascht ist – doch man weiß: Es wurde mit Herz gemacht.
Alva die Völva – still, klug, unermüdlich.
Eine von uns. Eine für alle.
Huscarl Babacar
Babacar – der Fels in Sturm und Geschichte
Wer ihn ruft, bekommt kein lautes Echo –
aber ein offenes Ohr, einen klaren Blick, und jemanden, der bleibt.
Babacar, mit bürgerlichem Namen Dennis Kolbe, ist Mitgründer der Vagabunden, zweiter Vorsitzender des Vereins und alter Weggefährte des Jarls – ein Bruder nicht nur im Geiste, sondern aus Tagen, als Bartwuchs noch Traum war.
Das Leben stellte ihm nicht nur leichte Pfade. Doch was ihn nicht brach, machte ihn beständiger.
Er ging seinen Weg – und wir gingen ihn mit ihm. Denn so, wie er immer für die Vagabunden da war, waren die Vagabunden immer für ihn da.
Babacar denkt in Linien, nicht in Sprüngen.
Er ist derjenige, der fragt:
„Und dann? Und was ist, wenn…? Und wer übernimmt das danach?“
Er denkt zu Ende. Immer.
Manchmal – ja, manchmal macht das ihn anstrengend.
Doch nur, weil er meint, was er sagt.
Und weil Verlässlichkeit nun mal kein Hobby ist, sondern Charakter.
Im Herzen ein Dirigent, weiß er, wie viele Stimmen zu einem Lied werden.
Wie Abläufe zu Ordnung werden. Wie Chaos zu Klarheit wird –
wenn einer Ruhe bewahrt, auch wenn alle andere schon laut geworden sind.
Und so ist er nicht nur unser Huscarl,
nicht nur unser Mitgründer, nicht nur der, der den Jarl schon kannte, als dieser noch keine Titel trug,
sondern auch der stille Schutzschild, der sich nie aufdrängt, aber immer dazwischengeht, wenn’s drauf ankommt.
Babacar –
ein Mann mit Ecken, mit Haltung, mit Geschichte.
Einer, den man nicht übersieht, sondern auf den man baut.
Und einer, den zu haben, ein Geschenk ist, das man sich nicht verdienen kann – sondern einfach nur bewahren muss.
Herzog
Der Herzog, auch bekannt als Fabian Wehning, ist ein stattlicher Mann mittleren Alters, dessen beeindruckende Erscheinung und liebenswürdige Art ihn zu einer bekannten Figur in seinem Reich machen. Er ist nicht nur bekannt für seine außergewöhnlichen Kochkünste, sondern auch für seine unbändige Liebe zum Kaffee und seine Leidenschaft für den Tanz. Als Meister der Münze der Vagabunden Renis verwaltet er mit großer Sorgfalt und Weisheit die Finanzen der Gilde, was ihm hohes Ansehen und Respekt einbringt.
In seiner prächtigen Küche, die er selbst entworfen hat, bereitet er mit Hingabe kulinarische Meisterwerke zu. Der betörende Duft exotischer Gewürze und frisch gebrühten Kaffees erfüllt stets die Luft, während der Herzog mit einem Lächeln auf den Lippen neue Rezepte ausprobiert. Sein Wissen um die Kaffeebohnen aus fernen Ländern und die Kunst des perfekten Brühens macht ihn zu einem wahren Kenner und Genießer.
An seiner Seite steht die wunderschöne Ninka, seine geliebte Ehefrau, deren Anmut und Weisheit ihn vollkommen ergänzen. Ihre Schönheit wird nur von ihrer Klugheit und ihrem warmherzigen Wesen übertroffen. Der Herzog liebt sie über alles und ihre tiefe Verbundenheit zeigt sich in jedem Moment, den sie zusammen verbringen.
Bei festlichen Anlässen erstrahlen sie beide, wenn sie elegante Tänze aufführen, die ihre Harmonie und Liebe zueinander widerspiegeln. Der Herzog, leichtfüßig und charmant, führt Ninka mit einer Anmut über das Parkett, dass alle Zuschauer verzaubert sind. Ihre gemeinsamen Tanzdarbietungen sind legendär und werden noch lange in Erinnerung bleiben.
Zusammen bilden sie ein unzertrennliches Paar, das in ihrem kleinen Reich des Glücks unübertroffen ist, ein Symbol für Liebe, Leidenschaft und gemeinsames Streben nach Vollkommenheit.
Traluja
Traluja – Schildmaid, Axtmeisterin, Huscarlin wider alle Regeln
In den Reihen der Vagabunden kennt man sie als Traluja, Mutter, Kämpferin, Helferin – eine Frau, deren Namen man mit Respekt flüstert… und einem Sicherheitsabstand von drei Metern, wenn sie die Axt in der Hand hat.
Dem weltlichen Volk ist sie bekannt als Julia Beesten, doch in unserem Lager trägt sie viele Titel:
Mutter des kleinen Flainn, Gefährtin von Mikael, Schildmaid des Vereins – und neuerdings auch: Vertretungshuscarl.
Zweimal in Folge wurde sie zur Schildmaid der Vagabunden gekürt, und wer sie kämpfen sah, weiß: nicht aus Höflichkeit. Ihre Waffe ist die Axt, und ihr Ruf eilt ihr voraus. Wo Traluja wirft, wächst kein Gras mehr – aber Schmerz in den Augen aller Umstehenden. Denn was immer sie zielt, sie trifft. Und wer je sah, wie ein Hieb sich zwischen zwei Beine senkt – nur ins Ziel, aber doch knapp – der blickt seither Mikael mit stiller Anteilnahme an.
Doch hinter der unerschrockenen Kriegerin steht eine Frau mit Feuer und Herz.
Traluja ist impulsiv, ja – wehe dem, der Chaos hinterlässt. Dann beginnt sie zu putzen, zu räumen, zu ordnen wie eine Besessene. Niemand weiß, wie sie es schafft, dabei noch gleichzeitig zu kochen, Kinder zu trösten und ein Lagerzelt zu richten – aber sie tut es.
Mit einem Ideenreichtum, der ihresgleichen sucht, bringt sie frischen Wind in das Lagerleben – ob kulinarisch, organisatorisch oder einfach durch pure Energie.
Vor allem aber: Sie hat ein Händchen für die Jüngsten.
Ob Tränen, Trotz oder Langeweile – Traluja weiß, was zu tun ist. Einfühlsam, geduldig, warm. So wild sie kämpft, so weich kann ihr Herz sein.
Und als der Huscarl für Norddeich 2025 nicht anwesend sein konnte, da fiel ein neuer Schatten auf das Banner: Traluja wurde zur Huscarl-Vertretung ernannt.
Ein Weibsbild als Huscarl?
Manche zweifelten. Der Jarl aber sprach: „So sei es.“ Und damit war es Gesetz.
Traluja – Kraft und Chaos, Wärme und Wille.
Ein Fels mit Feuer. Eine Mutter mit Klinge.
Und nun auch: unsere Huscarlin auf Zeit
Mikael Theodorson
Mikael Theodorson – der stille Fels mit dem Namen Souly
Er kam leise, ging nie – und blieb.
Mikael Theodorson, weltlich bekannt als Michael Flüchter, trägt einen Namen, der nach Herkunft klingt – nach Ahnen, nach Verantwortung, nach Familie. Doch wer die Chroniken der Vagabunden studiert, kennt ihn auch unter seinem alten Namen: Souly.
Denn einst zog er allein durchs Land – unerkannt, still, in sich gekehrt. Ein Wanderer mit wachem Blick, ein Beobachter, der die Welt nicht störte, sondern las. Souly nannten sie ihn damals – der Einzelgänger, der schweigende Schatten mit dem offenen Herz.
Doch nun ist er Vater von Flainn, Gefährte der Traluja, Bruder der Völva – und ein Mitgründer der Vagabunden Renis.
Und mit dem Wandel kam auch ein neuer Name: Mikael Theodorson.
Ein Name, der nach Linie klingt, nach Wurzeln, nach Verantwortung. Einer, der zeigt: Man steht nicht mehr nur für sich. Man steht für andere.
Er ist ruhig, ja – doch seine Worte haben Gewicht.
Bestimmend, wenn es sein muss, aber nie aus Eitelkeit.
Ein Händler von Beruf, bringt er nicht nur Dinge in Bewegung, sondern auch Pläne, Lösungen, Hilfe – wann immer sie gebraucht wird.
Man sieht ihn nicht immer zuerst, doch man spürt, wenn er da ist.
Er ist der, der anpackt, wenn alle zaudern. Der zuhört, wenn es still wird.
Der mit Traluja Seite an Seite steht, das Kind auf dem Arm, das Werkzeug in der Hand.
Und wer glaubt, er sei zu ruhig für das wilde Treiben eines Lagers, der hat ihn nie im Eifer erlebt – wenn es brennt, ist Mikael da. Wenn es kracht, steht er fest. Und wenn einer fehlt, dann nie er.
Mikael Theodorson – einst Souly,
Wandler zwischen den Welten,
Bruder, Vater, Gefährte, Gründer.
Er kam leise – und wurde unverzichtbar.
Ein Mann, der nicht viel sagt –
aber alles meint.
Laurenja Froskheim
Laurenja Froskheim – Tochter Karls des Weisen, Herrin der Zeichen und Zeichenhaftigkeit
Sie trägt den Namen Laurenja Froskheim, doch wer sie weltlich ruft, kennt sie als Hannah Brauer. Vom Blute des Jarls, Tochter des klugen Karl, lang bei den Vagabunden, doch noch jung im Lagerleben.
Aber wer meint, Jugend hieße Untätigkeit, der hat sie noch nicht erlebt.
Laurenja ist unsere Materialwartin.
Sie herrscht über Listen, Kisten, Folien, Farben und Markierungen, die selbst Runen neidisch machen würden. Wo andere Dinge verlieren, findet sie sie wieder. Wo das Chaos regiert, zieht sie Linien – manchmal mit Plotter, manchmal mit Stimme.
Denn wenn’s klebt, glitzert oder beschriftet ist, dann war’s vermutlich Laurenja.
Doch sie ruht sich nicht auf ihrer Siegelkunst aus. Sie hilft beim Kochen, beim Schleppen, beim Räumen, und wenn Not am Kind ist, steht sie in vorderster Reihe bei der Betreuung unserer kleinen Krieger und Schildmaiden.
Sie ist da, wenn man sie ruft – und oft schon vorher.
Nur eines… Zelte aufbauen? Nein.
Das überlässt sie lieber den anderen.
Ein jeder hat seine Stärke – und Laurenjas liegt nun einmal nicht zwischen Heringen und Hammer. Wer fragt, bekommt ein Lächeln – und den Hinweis, dass das Zelt des Jarls viel bequemer sei. Dort findet man sie dann auch gerne mal nächtigen, warm, trocken, und in guter Gesellschaft.
Laurenja Froskheim – jung, klug, effizient.
Eine Meisterin der Ordnung im Wahnsinn,
und der Wahnsinn ist bei uns bekanntlich nie fern.
Lang lebe der Plotter. Und wer ihn bedient.
Tnorsten
Tnorsten – der Ruf aus dem Süden
Sein Name hallt über die Lande wie sein Lachen über das Lagerfeuer: Tnorsten, bürgerlich bekannt als Thorsten Klein, der Mann mit der weitesten Anreise – direkt aus den Tiefen Heidelbergs, doch im Herzen längst ein Vagabund Renis wie kein zweiter.
Schon wenn er den Platz betritt, weiß man: Hier wird es nicht still. Seine Stimme? Ein Donnern. Seine Lache? Ein Beben. Und seine Begeisterung? Ansteckender als ein Sommerlager voller Mücken.
Tnorsten ist nicht einfach nur anwesend – er ist präsent. Mit seiner unbändigen Energie, seinem ansteckenden Enthusiasmus und einer Offenheit, die Wände einreißt und Herzen öffnet.
Bekannt ist er als Meister des Brothandwerks.
Sein Brot ist kein Beiwerk, sondern eine Offenbarung. Aus Mehl, Wasser und Feuer erschafft er goldene Laibe, deren Duft sich wie ein Zauber über das Lager legt. Wer einmal in ein Tnorsten-Brot gebissen hat, weiß: Das ist mehr als Nahrung – das ist Liebe in Kruste.
Doch nicht nur der Ofen kennt seine Leidenschaft – auch die Tavernen seiner Route sind ihm wohlgesonnen. Ein Zecher wie aus alten Liedern, zieht er durch die Nächte, seine Geschichten und Lieder begleiten jede Runde bis zum Morgengrauen.
Und selbst wenn der Krug sich oft leert – seine Schulden begleicht er stets, mit Handschlag und Ehre, wie es sich für einen wahren Vagabunden gehört.
Tnorsten ist Herz und Hand der Gemeinschaft.
Er reicht den Neuen das erste Bier, steht in der Schlange nicht vorne, sondern da, wo jemand Hilfe braucht. Seine lautstarke Art ist kein Selbstzweck – sie ist Einladung. Niemand bleibt außen vor, wenn Tnorsten im Lager ist. Denn wer lacht, lebt – und mit Tnorsten lacht man sicher.
Doch wehe, wenn der Helm sitzt.
Im Kampf zeigt sich der Krieger in ihm.
Was eben noch Brotteig war, wird Axtgriff. Was vorher Trinklied war, wird Kampfruf. Mit mutigem Herzen und kräftigen Armen stürzt er sich ins Getümmel. Seine Stimme peitscht über das Feld, seine Entschlossenheit ist felsenfest.
Mehr als einmal war es Tnorsten, der sich in den brenzligsten Momenten ohne Zögern ins Feuer warf, um das Blatt zu wenden. Denn zwischen all den Geschichten, Liedern und Krügen wohnt in ihm ein Held – einer, der nicht zögert, wenn es gilt, die Gemeinschaft zu schützen.
Tnorsten – unser Heidelberger Wirbelwind,
Bäcker, Trinker, Krieger, Freund.
Ein Fels in Brotkruste,
ein Sturm mit Herz.
Und einer, ohne den das Lager nur halb so laut –
und halb so lebendig wäre.
Ninka
Ninka, mit bürgerlichem Namen Annika Funke-Wehning, ist eine strahlende Schönheit von zeitloser Anmut und Eleganz, deren sanftes Wesen und Weisheit sie zu einer geliebten und respektierten Figur in ihrem Reich machen. Ihre tiefe Verbindung zu ihrem Ehemann, dem Herzog, zeigt sich in jedem Augenblick ihrer gemeinsamen Zeit. Sie unterstützt ihn stets mit unerschütterlicher Loyalität und Liebe, sei es in seinen kulinarischen Abenteuern oder bei seinen Aufgaben als Meister der Münze der Vagabunden Renis.
Ninka besitzt eine beeindruckende Fertigkeit im Brettchenweben und Stricken, Künste, die sie mit großer Leidenschaft und Präzision ausübt. Ihre kunstvollen Webarbeiten und gestrickten Meisterwerke sind im ganzen Land bekannt und werden hoch geschätzt. Jeder ihrer Kreationen spiegelt ihre Hingabe und ihr Talent wider, und ihre Werke sind sowohl funktional als auch von bemerkenswerter Schönheit.
Darüber hinaus ist Ninka eine wahre Meisterin in der Butterherstellung. Ihr handwerkliches Geschick und ihr Wissen über die feinsten Techniken sorgen dafür, dass ihre Butter von einzigartiger Qualität und Geschmack ist. Diese Gabe ergänzt die Kochkünste des Herzogs perfekt, und zusammen schaffen sie kulinarische Erlebnisse, die ihresgleichen suchen.
Gemeinsam führen sie ein Leben, das von Liebe, Respekt und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist. Während der Herzog in der Küche zaubert, steht Ninka an seiner Seite, ihre selbstgemachte Butter verfeinernd und ihm bei seinen Kreationen helfend. Ihre gemeinsamen Tänze bei festlichen Anlässen sind ein Ausdruck ihrer tiefen Verbundenheit und Liebe, die alle um sie herum inspiriert.
Ninka und der Herzog bilden ein harmonisches, unzertrennliches Paar, das in ihrem kleinen Reich des Glücks unübertroffen ist. Ihre gemeinsamen Talente und ihre unerschütterliche Liebe zueinander machen sie zu einem bewunderten und geschätzten Paar, das stets Hand in Hand geht und gemeinsam strahlende Erinnerungen schafft.
Haldor Hansson
Haldor Hansson – Der Fels mit Schild, Löffel und Krug
Haldor Hansson, im weltlichen Leben Michael Albers, ist ein Mann, der Eindruck hinterlässt – nicht nur wegen seiner Erscheinung, sondern wegen seiner Haltung. Nicht einer der ersten Stunden, doch einer der ersten, die blieben. Und ein Vagabund, wie ihn die Chroniken gerne öfter hätten.
Ein Mann in der Brandung, der mit seiner imposanten Gestalt oft über allen anderen ragt. Vielleicht der größte Krieger im Lager – zumindest körperlich. Wenn er in voller Rüstung auf dem Feld steht, weicht selbst der Nebel zurück. Im Kampf an der Seite des Jarls, Schulter an Schulter, Schild an Schild, ist Haldor mehr als nur Krieger – er ist ein Bollwerk aus Fleisch und Wille.
Seine Waffen vertraut er niemandem an – er fertigt sie selbst, mit der Präzision eines Schmieds und der Geduld eines Baumeisters. Auch sein Schild ist selbst gemacht, schwer, robust, und mit Narben aus zahllosen Übungsschlägen verziert. Er kennt jedes Quietschen des Leders, jede Faser des Holzes – denn er hat sie mit eigenen Händen gebändigt.
Doch Haldor kennt nicht nur Stahl, sondern auch Flamme. Über Jahre war er der Chefkoch des Lagers, Herr über Kessel und Glut, über Rauch und Braten. Er kochte, was andere nicht einmal aussprechen konnten, und machte satt, was hungrig war – mit Kraft, Erfahrung und einer Prise Magie. Und dann – nicht aus Müdigkeit, sondern um den Jungen den Platz am Feuer zu gönnen, trat er etwas zurück. Doch jeder weiß: Der Kessel bleibt nie lange kalt, wenn Haldor in der Nähe ist. Und die Gerüchte flüstern: In Norddeich wird er wieder den Löffel führen.
Privat ist Haldor Vater dreier Söhne – Ole, Fynn und Mats – und Mann an der Seite von Katrin. Eine starke Sippe, geprägt von Feuer, Flausen und Festigkeit. Und wenn er nicht kocht oder kämpft, dann? Dann hebt er den Krug. Ein Zecher von echtem Schrot und Korn, meist schon morgens mit Trinkgefäß bewaffnet – nicht aus Übermut, sondern als Zeichen von Gastfreundschaft. Wer mit Haldor trinkt, trinkt sicher. Und nie allein.
Der Jarl sagt oft scherzhaft, Haldor habe ihm das ein oder andere graue Haar beschert. Denn Haldor nutzt lieber seine Stimme als die Feder – sehr zum Verdruss des Jarls, wenn es um Listen, Planungen oder „den ganzen Papierkram“ geht. Und auch beim Lageraufbau, wenn Stimmen laut und Pläne flexibel werden, rauft sich der Jarl mal die Haare – aber nie lange. Denn so eigen Haldor manchmal ist, so sehr schätzt man seinen Rat und seine Tat.
Und dann ist da noch etwas, das nur wenige Krieger sich zutrauen: Haldor ist der Falkner der Vagabunden – doch nicht für gewöhnliche Greifvögel. Seine Falken sind Seelenfänger, unhörbar summend, mit scharfem Blick aus der Luft – die Augen des Lagers, gesteuert mit ruhiger Hand und technischer Raffinesse. Wer sich dem Lager zu sehr nähert, wird schon längst von Haldors Blick aus der Luft beobachtet. Drohnen sagen die einen. Runenmagie, sagen wir.
Haldor Hansson – unser Krieger, unser Koch, unser Koloss.
Er trägt das Lager nicht auf dem Rücken – aber er könnte es.
Und wenn der Ruf ertönt, dann ist er da.
Wie ein Stein, den man nicht versetzen kann – nur ehren.
Aistla
Aistla ist eine neue Bekanntschaft der Vagabunden Renis. Sie hörte vom guten Ruf dieser Gemeinschaft und bemüht sich, Teil dieser zu werden. Ihr Name leitet sich von der Ägirstochter Eistla – „Die rasch Dahinstürmende“ – ab, bürgerlich nennt man sie Alina Mersch.
Da sie die Gemeinschaft noch besser kennenlernen muss, hat sie noch keinen genauen Platz in dieser gefunden. Doch auf Festen hilft sie wo sie kann, sei es beim Aufräumen, Kleinschneiden oder Holz hacken. Sie genießt die Gesellschaft und lauscht gespannt den unterschiedlichsten Geschichten.
Auf Lagern präsentiert sie gerne alte Künste, darunter ihre Leidenschaft zum Brettchenweben. Oftmals als „das kleine Mädchen“ unterschätzt greift sie gerne zu Schild und Schwert um sich ins Kampfgetümmel zu werfen.
Thorben Blorekson
Thorben Blorekson – Jungberserker, Kind des Lagers, Hoffnung der Zukunft
Thorben Blorekson, dem weltlichen Volke bekannt als Thorben Brauer, trägt einen Namen, der Gewicht hat. Denn er ist Sohn des Jarls und der Völva – geboren aus Führung und Weisheit, aus Feuer und Feingefühl. Ein junger Berserker mit einem Herzen wie ein Amboss: stark, aber formbar.
Schon jetzt liegt Verantwortung auf seinen Schultern, größer als manch anderer tragen kann. Die Stiefel seines Vaters zu füllen, das Orakel seiner Mutter im Rücken – eine Aufgabe, bei der andere ins Wanken kämen. Doch Thorben steht. Meist.
Er packt mit an, kühlt die Getränke, hilft beim Aufbau, räumt, trägt, denkt mit – sofern er nicht gerade mit Mats Haldorson in neue Untiefen des Schabernacks abtaucht. Denn wo Thorben und Mats auftauchen, wachsen nicht nur Lachfalten – sondern auch graue Haare beim Jarl und Haldor. Und es mag vorgekommen sein, dass andere Lager das eine oder andere ernste Wort mit uns wechseln wollten. Doch so ist das mit jungen Berserkern – Mut braucht Reibung. Und Reibung braucht Abenteuer.
Besonders liegt ihm die Sorge um die Kleinen: Ob Runa, Thore oder Flynn – Thorben hat immer ein wachsames Auge und eine helfende Hand. Er ist kein Bruder im Blute – aber einer im Geiste.
Im Jahre 2025 wurde ihm schließlich die Jungberserkerwürde verliehen – ein Moment des Stolzes, des Ernstes und des inneren Feuers. Seither trainiert er mit den alten Kriegern, lernt Hieb, Haltung und Ehre. Sein Ziel ist klar:
In der Schlacht von Nordendi will er an der Seite der Wikinger stehen. Nicht bei den Friesen. Auch wenn man munkelt, dass er bereits mit Adda, der Häuptlingstochter jener Friesen, geflirtet habe.
Ob dies List war, Taktik – oder jugendlicher Übermut? Das werden die Götter wissen.
Thorben Blorekson – jung, wild, lernbereit.
Mit dem Blut des Jarls und dem Herzen eines Vagabunden.
Die Zukunft schaut uns bereits über die Schulter – und grinst dabei ein bisschen schelmisch.
Runa Bloreksdottir
Runa Bloreksdottir – Sturmtochter, kleine Schildmaid, Stimme Lokis
Runa Bloreksdottir, mit weltlichem Namen Runa Brauer, ist die jüngste Sprosse der Jarlssippe – und doch kein Kind wie jedes andere. Denn wo andere still wachsen, entfacht Runa ein Feuer. Klein an Körper, groß an Geist, mit einem Temperament, das selbst die alten Nordwinde erzittern lässt.
Sie ist Tochter des Jarls – und das sieht man. Sie ist Tochter der Völva – und das spürt man. In ihrer Stirn blitzt der Wille, in ihren Augen der Trotz, und in ihren Taten der Mut. Schon jetzt übt sie sich im Schwertkampf, eifrig, wild, mit dem Ziel vor Augen: eine Schildmaid zu werden, wie es im Buch der Ehre geschrieben steht. Keine Zier, kein Zauberwesen – eine Kämpferin.
Doch Runa kennt nicht nur den Griff des Schwertes, sondern auch die Last der Verantwortung. Ob beim Wasserholen mit Tippi, beim Holzhacken mit Arne oder in der Aufsicht über Flynn – sie meistert, was man ihr zutraut. Und meist noch ein wenig mehr.
Nur eines bleibt unberechenbar: ihr Wesen.
Denn manchmal, wenn der Jarl sich die Stirn reibt,
wenn seine Stimme schwer wird,
wenn ein Seufzer wie ein Sturmstoß durch das Lager zieht –
dann hat Runa wieder gesprochen.
Worte, wie aus dem Nichts. Gedanken, wie von Loki selbst gestohlen. Mal keck, mal klug, mal vollkommen aus der Sternenbahn. Und in solchen Momenten weiß man:
Diese Kleine ist mehr als Nachwuchs.
Sie ist ein Orkan im Schafspelz.
Ein Flüstern der alten Mächte.
Ein Versprechen an die Zukunft.
Runa Bloreksdottir – wild, weise, wunderbar widerspenstig.
Möge ihr Schild einst genauso stark sein wie ihr Wille.
Wir haben keinen Zweifel daran.
Flainn Mikaelsson
Flainn – kleiner Krieger, große Taten
Er trägt den Namen Flainn, doch wer ihn ruft, kennt ihn auch als Flynn – Sohn von Mikael und Traluja, geboren aus Mut, Feuer und einer gehörigen Portion Chaos. Noch jung an Jahren, doch schon mit Sachs und Axt bewaffnet, stapft er durchs Lager wie ein Großer – bereit für jedes Abenteuer, jeden Unsinn, jede Schlacht.
Seine Vorbilder?
Keine Geringeren als Thorben Blorekson und Mats Haldorson – zwei, die den Weg bereiten, den Flainn nun mit schnellen Füßen und wachsamem Blick beschreitet.
Seine Weggefährtin?
Die zickige, aber treuherzige Zina – eine Hündin mit Charakter, mit Herz und mit dem Geduldsfaden eines alten Kriegers, wenn’s um ihren kleinen Gefährten geht.
Flainn ist überall dort zu finden, wo gelacht, getobt oder geplant wird.
Am liebsten an Runas Seite, denn wenn es um Quatsch geht – ob still oder laut, klug oder gefährlich – dann sind die beiden ein eingespieltes Duo. Manch Erwachsener fragt sich: „Was planen sie diesmal?“ Die Antwort ist meist: „Besser du fragst nicht.“
Doch was ihn besonders macht:
Flainn ist eine echte Nachteule. Wenn die Großen schon schnarchen, huscht er noch durch die Zelte, ein leiser Schatten mit neugierigem Blick, immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer – oder dem letzten Stück Fleisch.
Und hat er es gefunden?
Dann teilt er es.
Mit Freunden, mit Hunden, mit fast jedem – denn Flainn hat ein großes Herz. Besonders wenn’s ums Essen geht, ist er großzügiger als manch alter Krieger es je war.
Auch wenn seine Beine noch kurz sind, sein Mut ist es nicht.
Mit funkelnden Augen, dem Sachs am Gürtel und der Axt auf dem Rücken marschiert Flainn durchs Lager, als wäre er schon längst ein vollwertiger Schildträger.
Flainn – kleiner Krieger, wilder Geist,
Sohn zweier Kämpfer, Erbe des Wahnsinns und der Weisheit,
Nachtwächter, Quatschmacher, Futterteiler.
Man sagt, er wächst noch.
Aber was Mut, Herz und Hunger betrifft, ist er längst groß genug.